Bosnische Stipendiaten: Adnan Halilović

Die Bedeutung von Stipendien auf dem Bildungsweg können diejenigen bestätigen, die den Mut hatten, die Mission namens Stipendium anzugehen. Adnan stellt uns seine Geschichten vor und zeigt, dass alles möglich ist, wenn man es tatsächlich will. 

Adnan Halilović, 25
  • Bachelor of Law, Bucerius Law School (Hamburg)
  • Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Wirtschaftskanzlei „Freshfields Bruckhaus Deringer“
Studium

Der Weg an eine renommierte private Hamburger Hochschule war mühselig. Nach einem erfolgreichem Auswahlverfahren, in dem 100 Studierende von insgesamt 800 Bewerbern ausgewählt wurden, stand die Frage der Studienkosten von insgesamt 50.000 Euro offen.

„Nach langer Suche habe ich mich dafür entschieden, das Finanzierungsangebot der Hochschule anzunehmen. Die Studienkosten werden erst nach einer gewissen Zeit nach erfolgreicher Beendigung fällig unter der Bedingung, dass man ein bestimmtes Verdienstniveau erreicht hat“, sagt Adnan.

Stipendium

Seit Januar 2016 ist Adnan Stipendiat der Deutschlandstiftung Integration „Geh deinen Weg“.

„In der Anfangszeit des Studiums hat man keine genaue Vorstellung, wie der Weg nach dem Universitätsabschluss weitergeht, es gibt keinen Mentor, der einem mögliche Wege aufzeigen kann“, berichtet uns Adnan.

„Das Stipendium ermöglicht Menschen mit einem ähnlichen Background kennen zu lernen, Netzwerke zu schaffen und Unterstützung für den eigenen Weg zu bekommen“.

Bosnische Community

Die Herkunft ist gleichzeitig Fluch und Segen. Mit der negativen Seite war er konfrontiert, als er einen Studienplatz in den USA sicher hatte, diesen aber nicht annehmen konnte, weil das Visum am Ende zu spät genehmigt wurde.

„Ich bin dennoch sehr verbunden mit der Heimat, zuhause bin ich mit der bosnischen Sprache aufgewachsen, habe natürlich Kontakt mit bosnischen Verwandten und bin in den Semesterferien meistens dort.“

Neben dem größtenteils deutschen Freundeskreis habe er sich oft die Frage gestellt: „Wie kann ich den Kontakt zur bosnischen Community aufbauen?“

Auf das Netzwerk ist er über Facebook gestoßen: „Es ist eine sehr sinnvolle Initiative für Leute wie mich, die Anschluss an diese Community suchen, da es die Möglichkeit bietet Leute gleicher Herkunft kennen zu lernen.“

 

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