Das Netzwerk hat sich als Ziel gesetzt, als Brückenbauer zwischen Bosnien und Herzegowina und Deutschland zu agieren – auf wirtschaftlicher, kultureller und politischer Ebene.

Die Projektgruppe „Austausch BuH“ dient genau diesem Zweck und möchte eine Plattform für Institutionen, Organisationen und Vereine sein, um dieses Ziel zu erreichen.

Im Rahmen eines fünftägigen Besuchs in Sarajevo fanden zwei wichtige Treffen zwischen dem Netzwerk und dem Goethe-Institut auf der einen, und dem Ministerium für Menschenrechte und Flüchtlinge Bosnien und Herzegowinas auf der anderen Seite statt. In beiden Fällen ging es darum, das Netzwerk bosnischer Studenten und Akademiker in Deutschland vorzustellen und den organisatorischen Aufbau des Netzwerks zu präsentieren. Zudem wurden die Ziele der einzelnen Projektgruppen vorgestellt, um mögliche Ansätze einer Kooperation zu besprechen.

Goethe-Institut

Im Falle des Goethe-Instituts war insbesondere die Projektgruppe „Austausch BuH“ als Plattform für interessierte Studierende aus Bosnien und Herzegowina das Hauptthema des Gesprächs. Eines der konkreten Projekte des Netzwerks ist die Erstellung einer Info-Broschüre für interessierte Studierende mit der Auflistung aller staatlichen Universitäten und gesetzlichen Voraussetzungen je Bundesland, um für die Studierenden alle relevanten Informationen an einem Ort zu bündeln. Als weitere Inhalte sollen eine detaillierte Beschreibung der notwendigen Schritte hin zu einem (Auslands-)Studium sowie eine Auflistung potentieller Stipendien für Nicht-EU-Bürger dargestellt werden. Frau Charlotte Hermelink, die Institutsleiterin und Leiterin der Programmarbeit des Goethe-Instituts in Sarajevo, war zunächst erstaunt, dass es eine solche Anlaufstelle für interessierte Studierende aus Bosnien und Herzegowina bis zur Gründung des Netzwerks im Februar 2014 nicht gab und war dementsprechend interessiert an den Aktivitäten des Netzwerks und begrüßte diese sehr. Nach Fertigstellung der Informationsbroschüre wird das Netzwerk diese dem Goethe-Institut zur Verfügung stellen, um den Weg an eine Universität oder Hochschule in Deutschland zu erleichtern. Wir hoffen, in der kommenden Zeit den Austausch mit deutschen Institutionen und Organisationen in Bosnien und Herzegowina noch weiter zu intensivieren, um mögliche Synergieeffekte noch effektiver zu nutzen und damit unserem Ziel, als Brückenbauer zwischen den beiden Ländern zu fungieren, ein Stück näher zu kommen.

Ministerium für Menschenrechte und Flüchtling BuH

Bei dem Treffen mit dem Ministerium für Menschenrechte und Flüchtlinge Bosnien und Herzegowinas ging es um die Einbindung in das Netzwerk von Organisationen in der bosnisch-herzegowinischen Diaspora, mit besonderem Fokus auf den deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz). Das Hauptthema war die effiziente Vernetzung von Akademikern und Professionals in der deutschsprachigen Diaspora und die Einbindung dieser Gruppen in das Wirtschaftsleben von Bosnien und Herzegowina – und zwar nicht nur auf Basis der bisherigen Praxis, sondern in reale Projekte, die eine neue Dimension in der Zusammenarbeit zwischen Bosnien und Herzegowina und ihrer Diaspora bedeuten würde. Im Zuge dieser Neuausrichtung wurden einige spannende Projekte vorgestellt, u.a. die Möglichkeit der Investition auf lokaler Ebene, in Zusammenarbeit mit Nicht-Regierungsorganisationen, finanziert durch Fördergelder, die bereits in diesem Jahr bereitgestellt wurden. Frau Isma Stanic, Leiterin des Sektors für die Zusammenarbeit mit Organisationen in der Diaspora, lobte die Organisationsstruktur und die daraus resultierenden strategischen Richtungen des Netzwerks und stellte klar, dass das Ministerium für alle Anfragen des Netzwerks zur Verfügung stehen würde, wenn es um mögliche Kooperationen zwischen dem Netzwerk und dem Ministerium oder anderen Institutionen in Bosnien und Herzegowina geht.

Wir danken sowohl dem Goethe-Institut in Sarajevo als auch dem Ministerium für Menschenrechte und Flüchtlinge Bosnien und Herzegowinas für die Gelegenheit, das Netzwerk und seine Aktivitäten vorzustellen und freuen uns, eine gute Basis für die weitere Kooperation mit diesen beiden Institutionen gelegt zu haben.