Treffen der bosnischen und österreichischen Regierungschefs

Am 20. März 2017 empfing Österreichs Bundeskanzler Christian Kern den Vorsitzenden des Ministerrates von Bosnien und Herzegowina Denis Zvizdić zu einem Arbeitsgespräch.

Die beiden Regierungschefs thematisieren im Bundeskanzleramt unter anderem die Bereitschaft Österreichs, den Weg Bosnien-Herzegowinas nach Europa zu unterstützen. Besonders wertvoll für die europäischen Interessen sei die Stabilität in der Region. Eine wesentliche Rolle spiele dabei auch die wirtschaftliche Zusammenarbeit, etwa im Bereich von Infrastrukturprojekten. Auch der als erfolgreich zu bezeichnende Integrationsprozess vieler Menschen mit bosnischen Wurzeln in Österreich wurde bei den Pressestatements angesprochen.

Video des Pressestatements von Bundeskanzler Kern und dem Ministerpräsidenten Zvizdić.

„200.000 Menschen mit bosnischen Wurzeln leben in Österreich. Daher ist es uns besonders wichtig, den Weg Bosnien-Herzegowinas nach Europa zu unterstützen und die Reformprozesse für die Länder des Balkans einzufordern. Denn wir wissen, wie wertvoll die Stabilität und die wirtschaftliche Entwicklung der Region ist: Wenn wir uns als europäische Gemeinschaft nicht engagieren, entsteht hier ein politisches Vakuum. Das müssen wir entschlossen füllen.“, so Bundeskanzler Kern.

In seiner Äußerung an die Presse, betonte Bundeskanzler Kern auch den Beitrag der Österreich-Bosnier zur österreichischen Gesellschaft und lobte ihr Engagement: „Man kann mit Recht sagen, dass ist eine der Gruppen, die hervorragen integriert ist. Nur im ihnen eine Zahl zu nennen: Wir haben eine Arbeitslosigkeit unter diesen Menschen unter 7%, dass liegt unter den österreichischen Durchschnitt und zeigt, dass wir es hier mit eine Reihe sehr tüchtiger Menschen zu tun haben, die in Österreich eine Perspektive gefunden haben.“

Quelle: Bundeskanzleramt.at

Bilder: BKA/Andy Wenzel