Wolfsburg und Sarajevo widmen sich der Nachhaltigkeit

Gemeinsam mit der Freundschaftsstadt Sarajevo beteiligt sich die Stadt Wolfsburg seit Beginn des Jahres an dem Pilotprojekt „Kommunale Nachhaltigkeitspartnerschaften“.

Das Projekt wird von Engagement Global mit der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durchgeführt.

Erfahrungsaustausch zwischen den Kommunen

Ziel der zweijährigen Kooperationen zwischen deutschen Kommunen und Kommunen in Serbien, Kosovo sowie Bosnien und Herzegowina ist es, lokale und interkommunale Dialoge und Maßnahmen zu den globalen Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals – SDGs) der Agenda 2030 zu etablieren. Dazu können die Städte auf gegenseitige Entsendungen, Erfahrungsaustausche, Vernetzungstreffen und Qualifizierungsangebote zurückgreifen, um letztlich in jeder Stadt eine geförderte Projektmaßnahme im Sinne der SDGs zu entwickeln. Während des Dialogworkshops in Wolfsburg berichteten die Verantwortlichen aus dem Referat Repräsentation, Internationale Beziehungen und dem Umweltamt anfangs über die Aktivitäten im Bereich der Partnerschaft- und Agenda-Arbeit der Stadt.

Oberbürgermeister Klaus Mohrs verdeutlichte: „Wir haben uns ganz bewusst für diese zweijährige Entwicklungspartnerschaft mit unserer Freundschaftsstadt Sarajevo entschieden. Wir erhoffen uns davon, die Beziehung zu Sarajevo zu vertiefen und das Bewusstsein für nachhaltiges Handeln in beiden Städten zu stärken.“ Neben der Teilnahme der Projektverantwortlichen aus Wolfsburg und Sarajevo an der Auftaktkonferenz in Gelsenkirchen erfolgte in beiden Städten im Frühjahr bereits die Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding zur Zusammenarbeit.

Weitere deutsch-bosnische Partnerschaften:
Gelsenkirchen-Zenica  Gera-Goražde  Langenhagen-Bijeljina  Leipzig-Travnik

Darüber hinaus konnten die Wolfsburger Mitarbeiterinnen bereits von der Qualifizierungsmaßnahme „Partnerschaftliche Zusammenarbeit im interkulturellen Kontext (Südosteuropa)“ an der Akademie für Internationale Zusammenarbeit profitieren. Gemeinsam mit den Projektkoordinatorinnen der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) aus Bonn konnten schließlich Vorschläge und Ideen für die Entwicklung einer Projektmaßnahme unter Berücksichtigung der SDGs eingebracht werden. Wolfsburg und Sarajevo richten ihren Fokus auf das Nachhaltigkeitsziel Nr. 4: In jeder Stadt soll ein Bildungsangebot zum Thema „Nachhaltigkeit“ geschaffen werden.

Gemeinsame Weiterentwicklung vom Maßnahmen

In einem nächsten Schritt werden die Ergebnisse des Dialogworkshops in Wolfsburg mit den Projektideen in Sarajevo abgeglichen, um eine Maßnahme in jeder Stadt festzulegen, die im weiteren Verlauf der kommunalen Nachhaltigkeitspartnerschaft gemeinsam weiterentwickelt und umgesetzt wird. Nora Mühling, Koordinatorin kommunaler Entwicklungszusammenarbeit der Stadt Wolfsburg, resümiert: „Es ist sehr schön zu sehen, dass sich alle Teilnehmer des Dialogworkshops weiterhin in die Projektarbeit einbringen möchten und dabei großen Wert auf die Berücksichtigung der unterschiedlichen Grundvoraussetzungen und Bedürfnisse in Wolfsburg und Sarajevo legen. Das ist eine ganz wichtige Basis für die weitere Partnerschaftsarbeit, um gewinnbringende Erfahrungsaustausche und nachhaltige Maßnahmen auf beiden Seiten zu verwirklichen.“

Quelle: RegionalWolfsburg.de